Universitäten in Bayern

In Bayern gibt es neun verschiedene staatliche Universitäten. Diese stellen das wichtigste Element der wissenschaftlichen Arbeit in Bayern dar. Darüber hinaus gibt es noch nicht staatliche Universitäten, wie beispielsweise die katholische Universität in Eichstätt oder andere Hochschulen mit privater oder kirchlicher Trägerschaft. Darüber hinaus gibt es noch viele Fachhochschulen oder andere Ausbildungsstätten, in denen ebenfalls viele junge Menschen eine wissenschaftliche Ausbildung erhalten.

Die Ludwig-Maximilians-Universität München

Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) ist mit etwa 44.000 Studenten, 700 Professoren und 3.300 akademischen Mitarbeitern nicht nur die mit Abstand größte Universität Bayerns, auch im bundesweiten Vergleich zählt sie zu den wichtigsten Universitäten. Die Forschungsarbeit, die in München verrichtet wird, ist von erstklassiger Qualität, was das sehr gute Abschneiden bei der Exzellenz-Initiative, einem bundesweiten Programm, bei dem die besten Hochschulen Deutschlands ausgezeichnet wurden, belegt. Die LMU bietet Studienmöglichkeiten in fast allen Fachgebieten an. Sowohl in den Naturwissenschaften als auch in den Geisteswissenschaften bietet die LMU erstklassige wissenschaftliche Forschung und Lehre. Weitere Schwerpunktgebiete sind Medizin, Jura, Wirtschaftswissenschaften und Theologie. Lediglich Ingenieurswissenschaften werden an der LMU nicht angeboten.

Die Technische Universität München

Die Ingenieurswissenschaften sind hingegen ein wichtiger Schwerpunktbereich der zweiten Universität Münchens, der Technischen Universität (TU). Diese ist mit etwa 23.000 Studierenden zwar deutlich kleiner als die LMU, sie zählt aber dennoch zu den wichtigsten Forschungseinrichtungen Bayerns. Wie der Name bereits vermuten lässt, werden hier insbesondere technische Studienfächer wie Ingenieurswissenschaften, Informatik und Naturwissenschaften angeboten. Doch runden Studienangebote aus dem Bereich der Medizin, der Wirtschaftswissenschaften und der Architektur das Studienangebot ab.

Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Die mit etwa 26.000 Studenten zweitgrößte Universität des Freistaats hat ihren Sitz in Franken, in den Städten Erlangen und Nürnberg. Die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) rühmt sich, das breiteste Studienfachangebot ganz Deutschlands vorzuweisen. Daraus geht bereits hervor, dass die Studierenden in dieser Universität sehr viele verschiedene Möglichkeiten vorfinden, von den Geisteswissenschaften über die Naturwissenschaften bis hin zur Medizin und zum Ingenieurswesen ist das Fächerangebot sehr vielfältig. Dies bietet den Studierenden nicht nur vielfältige Studienmöglichkeiten, auch die Möglichkeiten für interdisziplinäre Projekte sind aufgrund der großen Vielfalt einmalig. Wert mehr, zum Beispiel über die Geschichte der Universität wissen möchte, kann sich unter www.uni-erlangen.de genauer informieren.

Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Eines der Wahrzeichen der Universitätsstadt Würzburg - Die Residenz - Foto: © clearlens - Fotolia.com

In Mittelfranken befindet sich die Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Auch diese zählt mit etwas mehr als 20.000 Studierenden zu den größeren deutschen Universitäten. Das Fächerangebot in Würzburg ist ebenfalls sehr vielfältig und umfasst alle wichtigen Fachgebiete. Die Universität Würzburg setzt besonders stark auf internationale Kooperation und ist an vielen wichtigen internationalen Forschungsprojekten beteiligt.

Die Universität Regensburg

Die Universität Regensburg wurde erst 1962 gegründet und zählt so zu den jüngeren Universitäten Deutschlands. Dennoch konnte Regensburg in dieser kurzen Zeit zu einem wichtigen Forschungszentrum werden, und mit mehr als 17.000 Studenten entstand eine bedeutende Universität. Regensburg zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass hier das Verhältnis zwischen der Zahl der Professoren und der Zahl der Studenten besonders hoch ist, sodass hier eine intensive Betreuung für sehr gute Studienergebnisse sorgt.

Die Universitäten in Augsburg, Bamberg, Bayreuth und Passau

Mit jeweils um die 10.000 Studierenden gibt es in Bayern noch vier kleinere Universitäten mit ihrem jeweiligen Sitz in Augsburg, Bamberg, Bayreuth und Passau. Für sich genommen hat jede dieser kleineren Universitäten selbstverständliche ein beschränkteres Lehrangebot als die bisher vorgestellten wissenschaftlichen Einrichtungen. In der Summe tragen sie jedoch ebenfalls dazu bei, dass Bayern einer der führenden Wissenschaftsstandorte der Bundesrepublik ist. Jede dieser Universitäten konnte in ihren jeweiligen Spezialgebieten herausragende Forschungsleistungen erbringen und trägt so zum technischen Fortschritt bei.